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HAIKU DICHTER

HAIKU PHILOSOPHIE

HAIKU SAMMLUNG

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HAIKUSAMMLUNG

07.06.07Sternbild ein Muster
gelebte Gelegenheit
weiter zu machen

weiter nur weiter
schliesslich nur ein Marktsegment
die Geborgenheit

unerschütterlich
sollte mich schwatzen lassen
ja gut geht weiter
21.06.07
Gewitter Blitze
von oben platscht das Wasser
Himmelsgedröhne
07.07.07
die Zeitenwelle
Katarakt auch wahrnehmbar
aus Boseboxen

ein Überdrehen
ne trockne Vibration
Krankheitsaussichten

Täterhandlungen
seltsame Aufmerksamkeit
ein Einschleichen was

laufen Hämmer rum
schlägt überm Kopf zusammen
das Universum

die Darstellungen
eine Opfererfahrung
der einen Seite

weiss gar nicht mehr was
schleichend angefangen jetzt
erschrocken Zeitklau

auf manche fester
teilt sich die Zeiterfahrung
in Unterschiede

meine Heiterkeit
Misslichkeiten abspülen
weiter lernen muss

wird es nicht haben
sehen das nur als Schachzug
also das Treiben
10.07.07
ein Grauen der Griff
ja wo war sie abgelegt
nach der Gitarre





o gewiss es war
die Flötenzeit guter Pan
der geblasen hat

die Unwetter
zuweilen draussen toben
strenge Sommerzeit

Farbe anpassen
die Belichtung anpassen
ja es gibt zu tun
14.07.07
fährt überall hin
aber zurück eben kaum
ein Ochsenkarren

langsam beständig
diese Kernversessenheit
Lebenselixier

was sich zu fügen gibt
destilliert zum reinen Geist
die Ungestörtheit

und ausgetrunken
einer Schnapsidee gereicht
diesem Freiheitswahn

Kuchen kaufen gehn
wo hat sich was wie gefügt
Baustein nachgefragt

ich sagen könnte
verweile doch ausgiebig
ganzer Klassik Mist

das Kernerlebnis
fragt ob ich das je hatte
mich vergewissern

kaum auszuhalten
abgestriffen werden muss
frage berechtigt

was für einen Kern
erreicht eine Rutschparty
wieder und wieder

altes Vertrautes
wie das wie zusammen fügt
klingt aufregend neu

Dreistigkeit drauflos
so gut wie keine Kosten
knipsen verursacht





wird möglich bleiben
ein bisschen Selbstreferenz
alte Maschine

schlicht selbstvergessen
zutraulich ein junger Hund
und wie freundlich auch

eine Schnapsidee
das Flunkern eine Sache
dann brennt sie aber

am Ende eben
da stottern die vom selben
dem Schlüssel zum Schatz

knirscht es im Dativ
unvermindert hält Treue
rieselt die Ordnung

da fingert am Hemd
die Ordnung vom Sagbaren
so hilflos herum
06.08.07
so voll im Amte
Feuer tragen in die Welt
mit beiden Händen

Montagsgeschichte
Lebendigkeit im Kopfe
heisser Flammenbrand

die Köpfe geneigt
dem ungeheuren Prasseln
aus der Erde tief

Feuersichel trennt
die alte Grammatik
ein sich‘res Kreisen

Gewächshausgrinsen
Granate Tomate mal
mit frischem Essig

hinter allem Rot
Tomatenzweig die Ranke
Berggrollen grüsst

Tabakbrand den Qualm
vom Morgenlicht getroffen
im Stehen geknipst

alles gegeben
und alles ausgehalten
Stehen geblieben





Augenschale Blau
im Gewande ewig Grün
kommt immer wieder

ist Drachenspeise
sind die Grashalme biegsam
darauf ist Verlass

man kommt zur Sache
man trennt das Gefieder und
greift sich den Schädel

Arme verschlungen
am Waldesrand die Strasse
blauen Blumen nach

buchstabiert ist
man sieht es glaube man ja
eine Bilderschrift

am Lagerfeuer
organisiert schliesslich Licht
alle Eindrücke

die Feuerbarke
ein Blendwerk für die Augen
doch es trägt sie auch

und ein Blick gebiert
über das Meer gesehen
all den Bilderberg
04.11.07
die Federkugeln
Federn im Schnabel der Spatz
der Herbst am Balkon
13.11.07
zur Yogaübung
den Kerzenständer gespielt
hebt sich durchgebrannt

Füsse fest geklemmt
da baumelt die Wirbelsäule
da puffert etwas

die Hilfestellung
auf die Schnelle Weiterstehen
als Ständer gelang

die Unfallmeldung
flugs per Post und Telefon
eine Zettelflut

zittrige Hände
die streicheln was sich anhäuft
die Papierberge


29.11.07ob vom Sommer träumt
der Käfer auf der Scheibe
milder November

eine Lichtfülle
die Farben sind erloschen
Landschaft frische Milch

hüpft die Fensterbank
mittels Federn im Schnabel
der Spatz setzt Zeichen

mal links und mal rechts
rollen Panzer ins Gefecht
nach links und nach rechts

der Spatzenschnabel
das Nestbau Material
deutlich gewedelt

Fluggis die fliegen
nur ein Kind am Schalthebel
immerhin eine Hand
26.12.07
warm herum am Rand
was wissen wir das Wasser
unternimmt ja was
22.01.08
Geschichten klingen
Menetekel im Gedicht
ob‘s vom Grund her ruft

Gedichte retten
lässt das Aufnahmegerät
lustige Sache

diese Amtsleute
mündlich aber digital
ein Stottergespräch

ein merkwürdig‘ Ding
das der Nachwelt erhalten
wie von selber klingt

Ereignis wie jetzt
Ereignisdichte gerafft
zusammen gerafft

Fehlermeldung noch
ein kleiner Text verschwunden
stellt sich selber ab

das gibt ein Blubbern
geschüttelt im Flaschenhals
im Nacken der kippt





induzierter Furz
Geruch was bleibt die Kleidung
warmes Winterhemd
24.01.08
weisse Kirschblüten
der Traum im Flug übergross
o dieses dies Weiss

dies weiss ein Vogel
eben über Bergwiesen
nichts weiss er Kirschen

scharfe Rechtskurve
das Sausen an den Federn
die Emmergenz

Sturzflug übergeht
öffnet ein schnelles Brausen
Federkranz im Stoss
26.03.08
im Garten geträumt
sehe ihn wieder auffliegen
der Rüttelfalke

Lebensfreude auch
Kamele Mädchen für wahr
so für dich und mich

hör gute Musik
man will es auch wahrhaben
ist es auch Liebe

keine Schnapsidee
Menschen geschickt oder nicht
Horizontale

Google abgekackt
für die Welt unerreichbar
Bilder unfassbar

die Rotschnäbligen
angeknipst die Wunderdinger
das Ziel erreichen

und dann nicht dann und
sondern wann sie los springen
wenn sie los springen

und los gelassen
ein Nichts so wie vorher ist
ist die Zukunft da

unerkannt im Land
schreitet auf dem Weg dahin
bleibt mysteriös



03.05.08
zerbissne Kerne
der Papagei der frisst
er knabbert gerne
04.06.08
sinnvoll irgendwo
so voller kleiner Flocken
noch mal die Reise

hinter mich gebracht
gleich wieder ins Bett müssen
weiter anknüpfen

ganz im alten Stil
wollte einkaufen fahren
der Kontostand fragt

hin und her laufen
hätte noch bleiben können
wie ich auch drehe

und nun löst sich nichts
Fröhlichkeit auch einstellen
die geklaute Zeit

Fortsetzungsfilmchen
ungelöstes Rätsel bleibt
Wäsche einräumen

sehr aufgemuntert
das weiter pflegen können
die nächste Insel

Konflikt aushalten
in was für einem Spiel bin
bin ich immer noch

die dunkeln Farben
fühle mich herum geschubst
sehr aufgemuntert

Hochspannungsdrähte
ein utopischer Bahnhof
alte Landkarte

o es fällt zurück
Versuch heraus zu finden
Attentatsgefahr

konventionell
keine Lücke gefunden
unten geblieben

schüttelt die Leute
schau mit einer jungen Frau
streng nach Gewohnheit





bedrücktes Gemüt
Wäschehaufen türmen sich
Wahnsinns Krach und Rauch

darf da noch lieben
existentieller Druck
man ist weil man isst

eine Schriftkultur
regnet gegen die Scheibe
so angenehm leicht

beschreibt das Kleinste
unteilbares Erlebnis
ganz universell
07.06.2008
die alten Ziegel
ihr Mass ihre Prägekraft
für Schlaf geeignet
29.08.2008
den Ball getroffen
in der Mitte wie man sieht
mittendrin im Spiel

hat am rechten Knie
die über starke Reibung
verursacht ein Korn

starke Korngrösse
Vögeln zu schaffen gemacht
ein Schmerzgefüge

Diagnose vom Arzt
Termin ja bald heute schon
wird konsultiert muss

lese natürlich
wieder im Net die Zeitung
immer die gleiche

Kamelen bekannt
die Kameltreiberlogik
haben‘ s erfunden

pünktlich auf dem Weg
aufgeblasen wie üblich
der Hunger der Durstwar Nullpromille
wenig Puste abgekriegt
zu wenig zu merken

ja Null Komma Null
auf Dauer ohne singen
auf dem Bildschirm steht



an Blumenkübeln
hat Richtung dann Bedeutung
die Blitze stehen

schon Fitnesstraining
die Ruhe zu bewahren
musste ich pusten
02.10.08
die Morphologie
dilettantische Dummheit
von den Abstürzen

erscheinungsweise
Messgeräte auftreten
und ablesbar sind

zurechnungsfähig
schlüpfriger die Wunde
Schmerzen erscheinen

als käm’s du grad ja
ja dem Rechtsstaat gerade
Archetyp geküsst

die grünen Perlen
kostbarste Momente sind
ihr Vorhandensein

grüner Perlen Klang
rot neblige Vorhänge
in bunt getacktet

urteilsunfähig
weil schneller als das geschah
vom Sein her gestellt

Bilderstrassen nach
nachgestellt das Sichtbare
Uneinholbare

wo jeder Versuch
beim Fixieren der Bilder
den Betrachter trifft

Evidenz erlebt
grundgerührtes Vertrauen
lockendes Gebräu

Schicksalssekunde
das Nachher dann so freundlich
nährender Besuch

ab jetzt mal status
status quo die Devise
was am Anfang steht
die Dummheit zuschlägt
mit besonderem Verstand
messbare Happen

im Verwirrungsspiel
die gute Luft besetzen
Promille genau

Höhlenexistenz
Zauberwort wo alles Licht
nicht erloschen ist

nicht zu vergessen
Linderung das Langsame
im Mikro erhitzt

was die Blüten treibt
hängendes sogar das Licht
nicht zu leugnen ist

hängendes Gewächs
und gehalten vom Verstand
Vertrauenslinien

eine Spinnerei
eine Angehörige befragt
wieder Herzklopfen

rein pflanzlich gedacht
ob seltsame Verschiebung
eine Schriftprobe

welcher Betrachter
Fotografen betrachtet
und ach auch was sieht
24.11.08
bewährt Unimog
der Schnee vor dem Auto weicht
unglaublich Staunen

und dann irgendwann
zur Biosemiotik
das Bewusstsein dann
23.12.08
kosmisches Fenster
die Gedanken die Bilder
Tatsachen treffen

wieder zu Hause
mehr prompt dem Instinkt gefolgt
erst mal was essen

Feststellung folgen
meinen Kopf ankern liess
traf ihn von hinten
24.01.09
die Oberzeile
Mittelzeile gefunden
die Unterzeile

nur handschriftlich nicht
nun zu haben aber ist
Maschinenschrift pur

wahrnehmungsgetrübt
der induzierte Tunnelblick
umgestürzter Zaun

Teilhabe Gespür
das Feld ist komplett erfasst
die Knospe springt auf

Traumdosenöffner
per Zufallsgenerator
stimmig absichtslos

Jägerjacke an
frisch gefriert die Strasse noch
Rosenduft die Stadt

hört sich geduldig
von Zukunftsplänen reden
letzte Tage an

nur eine Null war
der Rede wert zu schreiben
mit Geltungsanspruch

Pegel der Gewalt
heute Morgen gesunken
neben ihm sitzen

nichts davon gesagt
die Haiku schreiben wieder
die Geschichte auf

quer zu den Schichten
aufgetürmt zum einen Schlag
sehr viel gestaltig

weiss erreicht die Gischt
ohne ganz anstrengungslos
jeden schwarzen Punkt

in die Dunkelheit
anstrengend und schön zugleich
das Gehör gefüllt
spinnt der Computer
im Ernst Bilderflackerei
aber zum Staunen



köstliche Sprüchlein
auch alleine von Bestand
eine Obstschale

morgens hingestellt
eine offene Tür für
alle die Fälle

schön halbe Seite
schon neutraler die Rülpser
Kuss die Gestalten

ne Augenarbeit
der ein Sturm mittunter Glas
wie der Weihrauch qualmt

das Traumaopfer
der Blick auf den Auslöser
Porzellankiste
25.01.09
Daseinsgewebe
das Kantige im Tuch
verflüchtigter Grund

was selbstverständlich
stets behaglich übrig bleibt
völlig inhaltsfrei

jagende Katze
ein Bleiben auf jeden Fall
die Lösung da ist
27.01.09
die Rose im Schnee
eine rote Rose im Schnee
eine Schneerose

atmet pausenlos
der Rilke ganz alltäglich
dann spricht das Gedicht
29.01.09
der Fleiss von Frau Bach
nur so sie zu sehen ist
die gelbe Nelke

sie habe genug
wäre doch ihr Abschied hier
so fürsorglich frei
14.02.09
Grund wie du auch bist
haste mich springen lassen
so fürsorglich frei

Augen geworfen
ganz plötzlich auf ein Ziel
den andren Augen





zu Ohren führen
als Klang die Fülle alles
Feder federleicht

die Zeigenixe
die Worteflut begleitet
allen Federzeig

eignet sich die Welt
einen Federstrich ein Hauch
überm Augenmeer

und reine Farbe
die Mutter aller Welt weiss
mit blauen Falten

öffnet ein Spiegel
dem Ohr das Tor angelweit
all die Ausblicke

Spiegelneuronen
buntes Farbenspiel so weit
die Aufmerksamkeit

die Gangesquelle
frischer als das Gletschereis
wohl kaum das Trinken

ungetrübter Blick
sitzte gut da haste gut
Sofa gesteuert

leicht um Leichteres
als Laubhaufen gekleidet
tanzen die Hände

gut getarnter Tanz
angeschleppt die Hyäne
die Beckenknochen

wolfspräzise
geierschlau heraus gepickt
marode Stellen

vom Sturze bedroht
der Sessel seinem Nutzen
Erfüllung findet

Ruhe bewahren
der Laubhaufen unbedingt
erste Bürgerpflicht

was völlig Neues
ikke aber neugierig
was erschienen ist



das Gleisbett vom Sein
die zwei Augen aufgegleist
gerade Striche

im binären Raum
da sitzt jene Steuerlust
Sessel oder ja

die Schienenführung
die Parallaxenbildung
das Pixel erklärt

der Grund des Reizes
durchaus das im Geschauten
von was auch immer

zu Recht begründet
die Springlust aus dem Sessel
zeigt den Blätterfall

sage so kommen
die Blätter aus den Bäumen
und kommt der Frühling

Tricks der Wachstumszeit
natürlich muntre Beinchen
Farben Licht gelockt
01.03.09
blaue Gesichter
vor der weissen Häuserwand
sicher die Mitte

ne leere Tüte
ne Brille der Augenschlitz
Blätter das Muster

Bodenfarbigkeit
die angelockten Töne
ist der Tanz nicht aus

plötzlich das Kippen
kann die Schönheit auch fassen
gut erklären kann

Keule in der Luft
vom Laubhaufen gefedert
später laufen wird

nur noch im Liegen
so gehetzt dann der Hammer
selig mehr gekippt

das trostlose Ding
mehr paradiesisch im Bett
und die Träume erst





ein wie im Märchen
ein Sonnenaufgang im Fall
wie umgehauen
24.03.09
Bussarde fliegen
und nähren das Verschwinden
bei Mäusen eben

Parkuhr gerufen
die Pflanze getragen kommt
der Lauf mir erspart

Spencer Tracy sagt
Burt Lancaster schweigt hört zu
schon der erste Schlag

das Gericht amtet
weil ist dem Bruch geschuldet
ist Frühling wieder
09.04.09
unter Kirschblüten
üben meine Gedanken
die zwei Bäume da

vergess'ne Frage
Gedanke brennt die Lippen
das Getriebe raus

Grundgebrumm so warm
Achtung Gleis drei der Zug fährt
Handklatsch zum Abschied

Schräglicht Abendlicht
mit Bienenfleiss die Blüten
und das Täubchen gurrt

Frühlings Gartenschlaf
Holunder Blättchen Säume
und mehr Schattenlicht
11.04.2009 19:18
Zeit fürs Kriegsgericht
langsames Kriechen der Gnade
das ermöglicht hat

der Auftrittsnebel
schrägstes Sonnenlicht nachmittags
Gestaltsicherheit

Grausamkeitsverbot
den Enten gegenüber
für federleichtes

weiss das Häubchen schaut
die Allgewalt der Taube
der Noah beim Blick





Wasser gesunken
völlig trockne Horizonte
und Kohle im Herd

die Schlange am Hals
ist das eine Aufregung
Todes verliebte

die Bergfinkenbrut
anfangs ins Leere ein Ei
begann im Geäst

eben noch heiter
tut im Moment gar keiner
und Hunger hab ich

so genau ich schau
gehören zum Krankheitsbild
die roten Flechten

Schnäb‘len in der Stadt
Aug in Aug im Taubenblick
weisse Kirschblüten

gar nicht weit entfernt
planscht in der Badewanne
der Badestöpsel

noch mal abziehen
Bilder Hinterlassenschaft
eine Bewegung

sammle Gedichte
Abende lang bevorzugt
aufgeschriebene

todesmutige
plötzlich lichttrunkne Wesen
vom Leben das spricht

da nichts zu machen
da schau ich zu und schreib‘s auf
dem Einfall gemäss

stupides Schreiben
fotografier auch selber
putzt die Nase auch
17.04.09
Zen Schrank eckig wa
die Schublade eckig wa
was im Dampfkochtopf
01.05.09
ein Geheimnis birgt
die Suche die Frage und
der Maienregen



12.05.09
Herkunft hier und jetzt
Versicherungsangebot
fürs Jüngste Gericht

lichter lich das Licht
die guten Kräuterbombons
hilft bei Satori

haben doch immer
über den Rand gehandelt
das Gehirn hinaus

und grüne Hügel
etwas steil und sanft die Hand
Hügel hergestellt
13.05.09
Gedankenfassung
die bekannte Landschaft gleich
malt den Farbenmix

durchaus positive
zu einem Haiku geführt
wohliger Zustand

Rasen zum Schneiden
voraus geworf‘ne Mitte
nach der Dusche dann
15.05.09
der Muskelkater
draussen der Rasenmäher
oder täusch ich mich

aber geniesse
leicht müde die warme Luft
der Seinshüterschatz

eine Tasse Tee
klar formulierte Sätze
Psychiaterstund‘

die Perspektiven
ausgehorchter Lebensgang
witzig Konstanten

hütet sich das Sein
der Witz als Seinshüterschatz
Veränderungen
29.06.09
ein Meer von Tropfen
die Eindrücke und Schweben
nach dem Tee ins Bett

und eine Vielfalt
die treffen meinen Geschmack
richtig Freude dran





frischere Stimmen
so viel geschwatzt Geschöpfe
in vielen Rollen

zum erste Male
die gesommerte Erde
betrachten können

ein schöner Ausflug
viele Kurven die singen
singen sie wieder

anderer Rhythmus
vom Balkon aus zugeschaut
der Sommer diesmal

grade beschäftigt
das Einsammeln meines Traums
der Wecker klingelt

die Szenen spielen
ein ausgiebiges Tempo
Realisierung

Erlebnisauge
ganz reine klare Szenen
die vorbei gleiten

so kommt es mir vor
Geborgenheitsebene
Duschen und fertig

hält der Blickkontakt
die Dauer beim Betrachten
kein Fragezeichen

ist blickabhängig
du weisst es nicht was geschieht
wenn du nicht mehr schaust

erst das zweite Mal
aber anständig Hunger
übers Bild hinaus

wieder erkennen
wie wirkt die Muskulatur
die Perspektive

ein stummer Regen
Vielfalt in meinen Augen
was das Staunen braucht

die dunklen Kreise
regelmässig dringt das Licht
durch ihre Mitte



03.07.09
deutlich verlangsamt
schwer zu fassen wo ich bin
aber gründlicher

draussen der Baukrach
unheimlich still geworden
Bergfinkenalarm

als Lichtgebilde
ohne beschreibbare Logik
die Schlagzeile schrill

dreiste Totschläger
die erinnerbare Form
was ist da passiert

zur Kindheitskurve
was ewig zu dauern schien
ein Traumerlebnis

Giftmülldeponie
ursprüngliches Staatskonzept
schlauer aber auch

verschwitzt aufwachen
draussen beinahe bettwarm
Kind auf der Strasse
07.07.09
die Belustigung
das alles von alleine
der selige Narr

ja schon seit elf Uhr
der Juli rast sitze ja
studiere fleissig

wer die Zeitung liest
möchte schon wieder schlafen
Ausdrucksgebirge

das Zischen wieder
in Gang gesetzt mal erlebt
die schlechte Laune

mag mich nicht lange
trotz bedeutendem Hunger
zur Küche halten

den Platz verlassen
plötzlich ist der Hunger da
ich vergreife mich

in Gang gesetzt
Maschinerie die Wilde
allett Alchemie



09.07.09
machen wir aber
die höchste Darreichungsform
gestisch übersetzt

der letzte Deckel
der letzten Oberfläche
der wird offeriert

grad hingehalten
die gewisse Höflichkeit
wird eingehalten

und was wird bleiben
Schattenspiel rechter Hand vorbei
eine Hand die zeigt

Objektivdeckel
hingezeigt und zugemacht
so schnell und wieder

der Taubenhandschlag
die Hand der Pfeil gemeinsam
mit dem Kugelkreis

du wirst angeguckt
aus der Mitte der Kreise
da bist auch nur du
18.09.09
hier im Tagebuch
– Heimat watt sollt ik motzen –
-Blüten formen sich –

-- feucht im September –
die Kakteen blühen dicht –
- eine Blütenkette –

amorphe Masse
– Blick präzise geschliffen – Parallaxenblick –

ganz ohne den Trick –
was es macht der eigene Blick – technisch ausgeführt –

tödliche Schneise –
die eigne Raumsicherung
– die beendet was –

wahrscheinlich eben –
natürlich Unwahrscheinlich
– rechnet der Schein –

unwahrscheinlich was –
weil Unwahrscheinlich eben –
öfter mal passiert –





ja davon kommen –
der Fall die Sache genau –
ja immer was ist

– schlimme Gegenwart –
der richtige Unterschied –
die nächste Blüte –

Sonne der Regen –
ne überspannte Sache –
alle in Farbe –
02.10.2009
hier scheint die Lampe
die Blume in der Hand hält
völlig am Blühen

--- ein Innehalten.
fast Zwei Tage keine Lust,
Tagebuch schreiben

bedienen und nun
kommt mir die Welt völlig … vor!
Ja mich mal wieder

volle Tätigkeit erlebt!
sag sogar einen Haiku
deutlich mehrmals laut

ausgesprochen weil
die wollten die verstehen,
und da sie meinten,

spräche zu leise,
führte ich das dreizeilig
Sprüchlein denn läuft und

an verständlichem Schall
den Ohren der anderen,
verstanden sie nicht!

den Schall wohl, aber
nicht die Bedeutung, die war
zu schnell durchgeschlüpft

schnell verstanden und
verschwunden unvergesslich!
Wars die Klangwirkung?

Staunen Ergebnis
Erlebnis!? Aber von was?
rätselhaft gebannt.

ganz sicher dabei!
undurchdringlich die Grenze,
das besteht damit.





im Blumenkübel
ganz einem Schwarz gewidmet
nächtliche Rose

siehste die Meise
im Flügelkelch der Antrieb
der direkte Blick

erstes Mal Dada
wie mancherlei Erschrecknis
bewusst widerfährt

war eben schneller
meine Hand als das Fallen
Verständnisbreite

Grenzerfahrungen
verschiedenster Art reichlich
Koloraturen
03.10.2009
komplett die Textur
aufgeregt beim Entziffern
dieser Wimpernschlag

der lampengefasst
umwickelt Sonnenblume
ganz anthropomorph

im Regenbogen
beult sich das Licht zum Platzen
Licht alle Farben

kamen mir so vor
die zielgebenden Bilder
sprachen die Weise

hin und her im Kopf
mitten zwischen die Ohren
ja wie wirke ich

freundlich im Spiegel
meine Krankheit gesprochen
und wie lächle ich

am Vibrieren
aber das Tempo ist gleich
ohne Gefühle

ein Flug ins Wohlsein
das reine Spüren der Physik
es reicht Tee trinken

fabelhafte Wurst
käsig satte Teigwaren
im Gärtchen sitzen





schnell einen Parkplatz
im Stau mit voller Blase
heisses angezeigt

Sinneseindrücke
teilweise sehr antörnend
Auto hundert Grad

Hunger das Giessen
das Aufatmen der Blumen
Wunder Selbstgefühl

zwei Bilder gemalt
die fertigen Produkte
wie sehe ich aus

hartnäckig gereizt
wenn ich mein Sein zur Gänze
vors Gemüt führe

es von alleine
immer wieder hartnäckig
Ziel gebendes Bild

jenseitig in die
Gedanken muss ich springen
volle Lebenslust

Bildtitel Matthi
mit Meise aus dem Spiegel
eine Schwatzrunde

stinkt ein Bild nicht
seine Echtheit bezweifeln
die echte Echtzeit

Vollkontakt der kommt
ein massloses Erstaunen
davon übrig bleibt

aus Büchern daher
wenn ich so daher komme
oder aus dem Wald
09.10.09
Schutzraum entwickelt
endlich ins Bild gesprungen
passend ausgeschaut

wo anders vielleicht
befremdlich gewirkt hätte
aber hier völlig

Kabel überm Aug
locker dran vorbei der Punkt
lern Bilder laufen



24.10.2009
die Dichterquelle
meinen wir mal es hiesse
Wortewellenschlag

Geplätscher leise
intensiv das Gemurmel
um die Ohren dröhnt

Meisengezwitscher
der Blick wohnt in der Blüte
hatte ich gemeint
03.01.10
ein neues Datum
depressiv ins Debile
farbig wieder raus
04.01.10
schmatzendes Trinklied
blaue Kugel kickt die rote
eine Feuersbrunst

Wirklichkeit brennt
verbrennt als letztes Muster
zerplatzt die Blase

nur überwältigt
nur geweckt Feuerzunge
wieder Lichtzuwachs

als Blaurotschranke
das Kasperle der Drache
der rote Vorhang

stolpert der Butler
mit der Flasche Sylvester
traditionell
08.01.10
Schneetisch im Winter
volumenreiche Sätze
Gartentisch der Stuhl

Nisten Nischen Platz
ein Hort für jede Echtheit
Farbe Baum das Bild

die Kinderschaukel
Buchstabenflut gefühlte
die Augenhöhe

meinen Schreibversuch
wohlwollend bauchgesteuert
Lachen Teilnahme

simples Teetrinken
Reize einer Liegekur
Tröpfchen Haiku nur





hatte gespeichert
Mikroklima besonders
ein Nichts beschrieben

die Zauberflöte
gesungen ein schöner Prinz
die stolze Mutter

diese vier Teiche
eingekehrt der Winterswald
die Winterruhe

im milden Zwielicht
der Fuchs übern Trecker sprang
im Garten geschah’s
27.1.10
lag schnell ausgestreckt
stand zu halten nicht mein Ding
ebenso Papier
18.03.10
unushaltbar Nu
gleichermassen eben gleich
und um die Ecke

bis Ende Monat
erweisen zu behalten
leiht der das Auto

erreiche das Dach
die Flut um das Gebäude steigt
Erleben beginnt

im Wachholderbaum
ein Hühnervogel sein Nest
Bussard und Adler

zwischen den Häusern
greif das Fell aus dem Schatten
durch eine Lücke
28.05.10
Gesang bebildert
aufs Optimum generiert
Allett möeglich wa

der Gral springt der Punkt
die stachlige Prinzessin
eines der Bilderdie Schönheit schliesslich
Augentopf Augenweide
bald auf jedem Blatt

bald auf jedem Blatt
Augenweide Augentopf
heilt Schönheit schliesslich





der Blitz am Kühler
im minaretlosen Land
Foto in der Hand

janz friedlich eini
inne Ewigkeit der Schuss
unn nich daneben
28.05.10
weil im Frühling stehn
eine Piruetten Welt
jedem das Seine

weil am Wort wörtlich
jedes seine Fähigkeit
jedes Bedürfnis











 
17.05.2006
Spiegelneuronen
dem Verstehn geneigt der Sinn
der Intelligenz

ja was ist denn das
plötzlich schert das Fahrrad aus
Auto Abstand hält

Berührungsscheue
dem Zufall es egal ist
kenne keine heut`

Widersprüchliches
schaue dem Verfahren zu
die nächste Zeile

im Tanz scheint die Stadt
den Streifen entlang glimmen
manche Hautfetzen

umsicher gleiten
die Augen den Farben zu
über Hautfetzen

spitz auf den See zu
rote Lichter wechseln im Takt
das Grün schiesst vorbei

die Traumprinzessin
ganz in weiss entgegen kommt
rechts die andere

plötzlich vor dem Gelb
angeblinkt das Grün wieder
der Grüne Pfeil da

pure Steinmassen
die Ameisen zusammen
tragen die Menschen

der Anblick so schnell
Rollschuhe die Zwillinge
und Händchen halten

Radio kariert
beständige Funklaune
pure Rollerlust

wo ein letztes Mal
der Auspuff brummt die Fähnchen
wehen die Schatten
25.5.06
keiner so genau
stürmische Jahrhunderte
die Rosen umtost





Drache das Feuer
der Mensch die Flammen schlagen
in seinem Gesicht

ja wiederholte
geklaute gar die Zeile
zum zweiten Male

doch doch gesprochen
und meine es ernst damit
damit kommst nicht durch

zum zweiten Male
wie das eine reichte doch
mit dem gleichen Scheiss

doch auf jeden Fall
ist mal geritten worden
auf dem weissen Stier

oder Ochse auch
die Meinungen zerstritten
über die Grenze

und fest gehalten
der Lauf des Wassers wohl kaum
Berichten geglaubt

in Sehers Augen
alles noch erinnerlich
eines Blinden gar

diese Leidenschaft
was ist denn schon verrückt wenn
dieses Vorwärts da

kaum was hinderlich
immer schön den Gründen zu
treibt es den Verstand

hat noch nichts gesagt
Fehler kaum vermeidbar sind
aus Klugheit schweigen

die Grenze der Styx
allerlei was ist Schweigen
dieses Hin zurück

die Blumensprache
doch nur das Sein bekundet
Parallelogramm

Botanik schuldet
und ob richtig geschrieben
welche Zeile denn





die Füsschen voran
den Kochlöffel gegriffen
die Messer fliegen

sich ereignet hat’s
ist auch nichts gelogen nichts
unwahrscheinlich halt

weil unwahrscheinlich
Karrierelüsternheit
den Tisch gezogen

wahrheitswidrig
Worte dann beteuerlich
in den Mund gelegt

unwahrscheinlich das
vor dem Schlafengehen was
weil unwahrscheinlich

Spannung sich löste
ging doch hin und her im Kopf
vor dem Schlaf der kam

Entscheidung sich fand
Führungskräfte haste Zeit
ja nun der Abschied

dies verdammte Li
Nachforschungen ergaben
Magenprobleme

einen ganzen Hass
die Schuld ne Zigarette
zur Entladung kam

schrill Geschrei so schrill
fassungslos das Affenpaar
die Ohren schmerzen

erinnerlich ja
was fand sich in den Ohren
so ein Gepiepte

auf Jahre hinaus
unvergesserlich beinah
in vielen Köpfen

komischerweise
nix gehört Entschuldigung
doch üblich wäre

dreist noch nachgelegt
bist verrückt ja draufgebrüllt
weil’s unwahrscheinlich





diese Trinkerlust
reisst die doch den Becher weg
Blessur in Folge

dieser Tigersprung
unglaublich ja das glaubste
und das am Tische
27.05.2006
das einem Gesicht
fünfzehn Schnitte zugefügt
in Badewanne

das kann passieren
einem gut gelaunten Mann
ist sprachlos deutlich
24.06.06
die Höhle in Laarx
über die Lichter der Stadt
die Sonne aufgeht

ein schrecklicher Ort
am Kopf vorbei ein Schlagen
ja da kam der Stein

wer verliess nach ihm
ein Exempel statuiert
plötzlich flink der Lauf

die blaue Lampe
vom Wasser eingeschlossen
ist vom Fluss verschluckt

Wasser die Höhle
die Unschuld verloren wo
so viele Steine

vom Schein zerrissen
so zum Schein Geborgenheit
abhanden kam ja

Irritation
war das wohl die Baggerlust
nur so zum Scheine

wenn du träumen kannst
ein bisschen Alptraumartig
Wege geleitet

ihnen nichts gelingt
wenn die Cowboys die träumen ja
die Träume trägt der Wind

Traumwind da rast er
ein Windvogel Adler Tier
und er sieht’s genau





das Grüne verliert
wie immer der Kopf der fehlt
das frischeste zuerst

ne Landschaft immer
vom Sonnenschein durchflutet
sogar nächtens scheint’s

und wenn se dann kommt
über den Berg gerollt kommt
wird’s wirklich helle

so ein Mittelpunkt
aus dem Spinnenetz leuchtet
die Sonne nur zu

so ein Bienenarsch
fleissig Morgenlicht erhascht
die Grossaufnahme

das Zebraflugzeug
in schwarz und weiss Brummgedröhn
Herz die Finsternis

Hubschrauber knattern
ebene unvergesslich
im Himmel gesetzt

die Welt verfangen
weiss die Badewanne wo
nur klares Wasser
25.06.2006
ein wenig Kinski
merke die Unterschiede
das Pathos leiert

Hallen die Schrecken
zum Lachen das Publikum
treibt das Gelächter

Polizeischuhe
Geräuscharm das Lachen erst
das Beste vom Besten

dieser Ächtungsakt
erlebt noch das Verhaften
Unerschütterlich

den Körper drängte
die Kohärenzmeldung mal
Kopfschmerz linksseitig

die Gliedermassen
unter Schmerz koordiniert
Schüttelbewegung





den Fuchs gesehen
in Augenschein genommen
unknipsbar zu schnell

gekreuzter Gesang
Tiger Amseln Wendigkeit
die Amsel gewinnt

sehr überwältigt
hätte da Schlag bekommen
die Spülmaschine

ein Achtungserfolg
ner Realität bewusst
ein Amselmännchen

und von links hinten
im Morgenlicht kommt es an
dann angesungen

mein Abgesang nicht
die Möglichkeit schon erlebt
hättste nicht gedacht

Überlebenskunst
dieser Drehsprung ins Genick
kein Ammenmärchen

wasserlose Welt
auf Kampfplätzen rotiert es
scheint’s blankes Eisen

diesen Haikuweg
Gewohnheit nachgegangen
frühe Morgenstund

voll zur Geltung kommt
ein Schwanenentenfoto
ohne Lachzwänge

einem Tagebuch
das Lachen abhanden kommt
nicht ohne Lachzwang

das mit dem Lachzwang
das Schläglertum beseitigt
vorausgeplant

im Bad sommerlau
jedenfalls gaukelt das Hirn
die Badewanne

da sitzt Entzündung
zum Müsli mit den Pillen
alle Richtungen



30.06.06
lose Worte noch
im Bann die Flüchtigkeiten
Forschungslinien

eine Empathie
Erregbarkeit der Muskeln
Maus nachgewiesen

unberechenbar
noch nie was gewesen nun
die Vergesslichkeit

vom Nordhimmel spricht
ist nun mal die Jahreszeit
leuchtet der Drache

Laternenlicht sanft
von der Wand springt ein Schatten
schwebend übern Raum

billig empfunden
zaubert die Rechtsstaatlichkeit
zusammen gestrickt
08.07.06
von Mutters Erbe
als erstes gute Socken
halb Preis Angebot

Natur bewältigt
Geld gedungenes Leben
Heimat hat die Bank

Träume hinter mir
von Unübersichtlichkeit
o das frische Brot
09.07.06
Gedankenschiffchen
das geht hin und her und webt
klares Schicksalsbild
14.07.06
die Hasenklage
bisschen still wirken Bilder
das Mäusepfeifchen

Rosenhag fertig
mit einem Holzwall umringt
mitten im Lande

die letzten Wochen
etwa einem halben Jahr
wird er das schreiben

Arbeitsfähigkeit
Weinernte mitten im Land
Lack für die Bilder



15.07.06
zur Verabredung
hat keinen anderen Ort
nur übersetzen

auf der Autobahn
gleichzeitig der Sonnenschein
Gewitterregen

dies Grenzerlebnis
die bestimmte Qualität
ereignishaftes

immer das Gleiche
der Nickname Ereignis
vom Blitze gezeugt

seine Dienststelle
Zeichensprache an der Wand
Fingerzeig ein Kind

ja hier zeige ich
das zufriedene Lächeln
Ereignis heute

gutes Ereignis
der Glückwunsch meinen Füssen
so warm mitgeteilt

Jacke Europa
die Farbe Innovation
und Ende August

gut Unterstützung
Stiefel verschwinden lassen
die neue Tasche

die blauen Steine
suchen am Ufer des Styx
und Feuermachen

die Geschichte dann
in Stehbildern erzählt wird
gute Geschichte

mal angehalten
umhegte Rosen blühen
das blühende Bild

Beitrag geleistet
Schaufel der Verlust noch nicht
die weite Tasche

leider ohne Ton
die Bilder dieses Sommers
den Nachbars wegen



16.07.06
zu allem Ernste
Worte aus dem Tagebuch
auch Erstaunen lassen

Verunreinigung
sommerfrischer Wetterzustand
es stinkt von Innen

gestautes Lachen
tatkräftig so beschlossen
spiegelt Hirnchemie

protokolliert was
wies dem Überleben lacht
ein Witzprotokoll

die Regeln bringen
über den Montag hinweg
das Auto kaputt

den Verursacher
ausgeschlafen anspringen
überlebter Witz

irre Rempelei
fallen Begebenheiten
meine Krankheit ein

jedenfalls so zeigt
verspätete Einnahme
die Pillen schliesslich

sind noch zu schlucken
jede Menge zu schlucken sind
Frühstück jedenfalls

Wind schliesst die Lade
Konklusion sorgfältig
Sommerwind schliesslich

Natur besorgt sich
die Hasentotenklage
aus dem Katalog

und Ende August
diese Pfeife hoffentlich
bestellt ist sie schon

genau das Pfeifen
Beute der Aufmerksamkeit
in Polizeistiefeln

wie das Märchen spricht
wo Gefahr ist Rettung wächst
ja so nimm es hin





der Amselangiff
Vogel die Zeichensprache
diese Tonlage

die Zähne geputzt
das Elixier getrunken
eine Weile lang

das Revier gezeigt
und tatkräftig gesungen
die Dareichungsform

am Zaun gesessen
so lang das Lied geträllert
und ein Seitenblick

die Grenzmarkierung
eine Respektsbezeugung
lange die Ohren

Grenzziehung nützlich
im Kern die Sprünge nötig
jener Zeitverschub

täuschend falsch aber
die echten die Tatsachen
eine Alchemie

das Goldige auch
Bilder finden den Ausdruck
Goldiges zuhauf

jene Blickachse
doch nur gesteift ist sie nicht
sondern gesehen

in Sommers Höhle
ein Taoist geoutet
ruhig weiterschläft

bleibt ja noch Sommer
ein Hosentatengesang
einen Sommer lang

die Badewanne
sommers wie winters ein Ziel
die warmen Füsse

glatt rasiert ist schnell
die Hochjonkunktur erkennt
findet Nachfrage

Wasserpistole
das Gewirk im Sandkasten
sauber geschossen